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09October

Kosmetikverpackungen - eine Herausforderung zwischen Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit

In Zeiten der Plastiküberflutung stellt die Verpackung speziell für hochwertige Kosmetika einen Spagat zwischen Funktionalität und ökologischer Betrachtung dar.

Tiegel, Tuben, Spender, Fläschchen - es gibt eine ganze Menge zu entdecken, wenn wir uns so in den Kosmetikregalen umschauen. Fröhlich gefärbt oder spartanisch in Schwarz, durchsichtiges, grünes, braunes oder weißes Glas, Plastikbehälter und solche, die nur so tun als ob. Wir könnten einfach nach dem Schönsten greifen, das vielleicht gut ins Badezimmer-Interieur passt, aber das tun wir natürlich nicht, denn bei gerade bei den hochwertigen Kosmetikprodukten kommt es allen voran auf den Inhalt an. 

Was die Art der Verpackung mit dem Inhalt zu tun hat

Die Wirksamkeit, Haltbarkeit und Verträglichkeit eines Produktes bleibt nur dann erhalten, wenn der Inhalt entsprechend verpackt ist. Aus funktioneller Sicht fällt die Wahl auf Airless-Spender, die nur eine minimale Grenzfläche zwischen Produkt und Umgebungsluft bzw. Produkt und Haut zulassen und deren Inhalt vollständig vor UV-Licht geschützt ist. Weiterhin ist darauf zu achten, wo der Spender herkommt.

Tiegel haben ausgedient 

Tiegel benötigen eine sehr viel stärkere Konservierung, weil wir z.B. täglich die Creme mit den Fingern berühren oder dessen Oberfläche bei jeder Öffnung großflächig mit der Umgebungsluft in Berührung kommt. Gerade in der warmen und feuchten Umgebung des Badezimmers vermehren sich Keime mit großer Freude und machen auch vor Cremes und Seren nicht Halt. Gelangt dann das Produkt samt Erregern auf unsere Haut, wird sie höchstwahrscheinlich mit Infektionen, Reizungen und/oder Ausschlägen reagieren. 

Hinzu kommt, die diffizilen Stoffe, die heutzutage in Anti-Aging-Produkten zu finden sind, wie Radikalfänger, Vitamine, Peptide, Fettsäuren und Mineralien sind nicht selten auch äußerst empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen, wie speziell UV-Licht und Sauerstoff. Unter Sauerstoffeinwirkung zerfallen viele Stoffe blitzschnell. Tiegel als Kosmetikverpackung sind nicht mehr zeitgemäß.

Was das Material der Verpackung mit dem Inhalt zu tun hat 

Auch das Material der Verpackung kann einen entscheidenden Einfluss auf das Produkt haben. Es ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, ob das Produkt in Kunststoff oder Glas verpackt ist, denn das Material kann Einfluss auf die Inhaltsstoffe haben und umgekehrt. Minderwertige Kunststoffe können beispielsweise durch ätherische Öle gelöst werden, Konservierungsstoffe schlucken, Verunreinigungen in das Produkt abgeben und Sauerstoff durchlassen. Stahlbestandteile (wie Federn) können rosten, Innenlackierungen durch Säuren gelöst werden, wie z.B. bei Tuben. All das kann bei Glasbehältern nicht passieren, vorausgesetzt die Grenzfläche zwischen Produkt und Außenluft ist möglichst klein und das Glas undurchlässig für UV-Licht.

Was ist denn nun eine gute Verpackung?

Es ist tatsächlich nicht ganz einfach, die perfekte Verpackungslösung zu finden, die allen Anforderungen nach Produktqualität und -haltbarkeit, Hygiene, ökologischer Verantwortung und Ressourcenschonung, Kundengewinnung und der Markenphilosophie gerecht wird.

Wir wollen Kosmetikprodukte anbieten, die in erster Linie unsere wertvollen Inhaltsstoffe nicht beeinträchtigen, eine geeignete Verpackung muss zunächst also alle die guten Eigenschaften der Produkte so lange wie möglich und zu 100% erhalten.

Violett-Glas für Elixiere und Braun-Glas für Ampullen

Glas ist als Verpackungsmaterial für Kosmetika exzellent, da es keine Stoffe an das Produkt abgeben kann und den Gasaustausch verhindert. Violettglas ist der optimale Lichtschutz für hochwertige, lichtempfindliche Kosmetika. Wie wissenschaftliche Untersuchungsmethoden nachweisen, bietet Violett-Glas die perfekte Kombination aus der Absorption des sichtbaren Lichtes und der Durchlässigkeit des unsichtbaren Lichts für UV-A und IR.

Braunglas hingegen absorbiert nur einen Teil des sichtbaren Lichtes, während der andere Teil, also das unsichtbare Licht, durchgelassen wird. Der Einsatz von Braunglas ist speziell für Ampullen gut geeignet, die zur Nutzung nur einmal ans Tageslicht kommen. 

Glas ist vergleichsweise schwer und damit energieaufwendiger in der Herstellung und im Transport. Versandtechnisch benötigen Glasverpackungen auch etwas mehr pufferndes Verpackungsmaterial. 

Airless-Spender aus hochwertigem Kunststoff  

Für unsere Seren und Cremes verwenden wir hochwertige Kunststoffverpackungen, die allesamt in Deutschland und eigens für die Kosmetik hergestellt werden. Die eingesetzten Materialien sind gesundheitlich unbedenklich und haben ähnlich wie Glas keine Auswirkungen auf das Produkt. Im Sinne der Produkthygiene und um die Konservierungsstoffe auf ein Mindestmaß zu reduzieren, verwenden wir Airless-Spender, die das Produkt vor der Umgebungsluft schützen und nicht mit ihm reagieren. Sie haben zusätzlich den Vorteil, dass die Flaschen bis auf den Grund geleert werden und die Dosierung sehr genau ist. 

Ökologische Verträglichkeit, Nachhaltigkeit, Regionalität

Die Verpackung sollte sowohl ressourcenschonend hergestellt, als auch nach dem Gebrauch umweltfreundlich entsorgt (recycelt) werden können. 

Aus ökologischer Sicht ist dabei die Betrachtung der gesamten Kette von der Beschaffung der Rohstoffe, der Herstellung, bis hin zur Verteilung an die Verbraucher wie auch die anschließende Entsorgung einzubeziehen.

Ökologisch betrachtet wird Glas aus Sand hergestellt. Wenn man ganz ehrlich ist, ist Glas als Einmalprodukt - wie es in der Kosmetik eingesetzt wird - leider auch nicht ganz umweltfreundlich. Glas wird energieaufwendig gewonnen, es wird zwar zu einem hohen Anteil wiederverwendet (recycelt), das Einschmelzen von Glas bei über 1000° C erfordert aber wiederum sehr viel Energie und belastet die Umwelt. Speziell Einwegglasflaschen schneiden trotz gutem Recycling ökologisch gar nicht so gut ab, dies liegt einfach am höheren Gewicht. Nachhaltiger ist Glas natürlich bei großen Behältnissen, die mehrfach benutzt werden. 

Kunststoff dagegen wird aus Erdöl gewonnen, es benötigt weniger Energie in der Herstellung, ist leichter im Gewicht und einfacher zu transportieren. Plastik wird in Deutschland derzeit zu etwa 46% recycelt. Bei Verpackungen werden laut dem BMU noch etwas mehr, ca. 50%, dem Recycling zugeführt, die anderen 50% landen zur Energierückgewinnung in der Müllverbrennungsanlage. Die Schwierigkeit ist derzeit noch, dass die verschiedenen Kunststoffe, nicht ohne extremen Aufwand sortenrein getrennt werden können, so dass es in der Regel günstiger ist, neue Kunststoffverpackungen herzustellen. Für Verpackungsabfälle, die im gelben Sack oder der gelben Tonne deponiert werden, kann man davon ausgehen, dass diese zum allergrößten Teil in Deutschland und der EU recycelt werden.

Die in der Kosmetik meist verwendeten Kunststoffe Polyetylen (PE) und Polypropylen (PP) sind im Vergleich zu anderen Kunststoffen vergleichsweise (!) sehr viel weniger problematisch. PE lässt sich rückstandsfrei verbrennen, während PP sich ebenfalls sehr gut recyceln lässt und auch wenig Zusatzstoffe wie Dioxine enthält.   

Die Umverpackungen unserer Produkte bestehen aus recycelbaren Karton. Versandverpackungen werden aus recyceltem Papier hergestellt.

Gibt es für die Verpackung sinnhafte Alternativen ?

Sinnhafte Alternativen gibt es derzeit leider nicht. Bio-Kunststoffe bestehen aus Rohstoffen organischen/pflanzlichen Ursprungs, wie Mais, Cellulose, Ölsaaten oder Zucker, die möglichst billig und in großer Menge angebaut werden, mitunter auch unter Einsatz von Gentechnik und Chemie. Sie zersetzen sich nur sehr langsam und müssen im Recycling mühsam aussortiert und verbrannt werden. Auch das ist nicht das Gelbe vom Ei.

Man darf hoffen und erwarten, dass mit Einführung des Verpackungsgesetzes seit dem 1. Januar 2019 die Recycling-Quote sukzessive erhöht wird. Nach diesem Gesetz muss jeder, der Verpackungen benutzt und in den Verkehr bringt, in das duale System einzahlen, um die Verwertung zu finanzieren und zu garantieren. Fairerweise muss man aber sagen, dass der Einsatz von Rezyklaten, also Stoffen die recyceltes Material enthalten, für Kosmetikverpackungen aufgrund der Qualitätsanforderungen begrenzt bleiben dürfte.

Was können wir tun, wie können wir uns verhalten ?

Verpackungsmaterial reduzieren - nur in Grenzen möglich

Die Tendenz einiger Hersteller geht hin zur Reduzierung von Verpackungsmaterial. Dies ist ökologisch lobenswert, hat aber einen entscheidenden Haken: Die gesetzlichen Bestimmungen sehen vor, dass gewisse Informationen, wie z.B. die Liste der Inhaltsstoffe, gut lesbar auf der Verpackung abgebildet sein müssen. 

Reiseverpackungen / Refill

Für viele Produkte gibt es derzeit kleine Reiseverpackungen. Auf diese zu verzichten macht ökologisch betrachtet sicher Sinn. Die Wiederverwendung, sogenannte Re-Fills, konnte sich bis auf ganz wenige Ausnahmen in der Kosmetikbranche nie durchsetzen. In der Praxis wäre es viel zu aufwendig die Verpackungen wieder einzusammeln und zu säubern, es hätte zudem auch eklatante Abstriche in der Hygiene. 

Regionale Bezugsquellen

Genau hier setzen wir an. Wir setzen sehr bewusst auf regionale Bezugsquellen insbesondere deshalb um die vergleichsweise höheren Qualitätsstandards zu gewährleisten. Unsere gesamten Verpackungsmaterialien - wie auch die Produktion der Produkte - werden in Deutschland oder unseren direkten Nachbarländern hergestellt. Dies spart Transportwege von der Beschaffung bis hin zur Verteilung. Der Großteil der Kosmetikverpackungen, speziell bei den großen Hersteller, kommt heutzutage allesamt aus Asien, wodurch sich unter Einbezug der Transportwege ein signifikant schlechterer „ökologischer Fingerabdruck“ ergibt.

Unser Fazit und Ausblick

Eine umweltverträgliche Verpackung ist bei natürlich ausgerichteten Produkten gewiss ein konsequenter Zugewinn, den es unter genauerer Betrachtung leider nur begrenzt gibt.  

Für die spezifische Funktionserfüllung hochwirksamer Kosmetikprodukte gibt es unter dem Strich derzeit keine sinnhafte 100% ökologische Alternative, weshalb unsere Wahl auf einen regional bezogenen Mix aus insbesondere Violett-Glas-Flaschen und Airless-Spendern fällt.

Wir bleiben aufmerksam und informieren Sie regelmäßig über den neuesten Stand der Entwicklungen.

Eure Alexandra 

 

 

 

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